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Schönheit

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Dieses Bild ist entstanden, als mein Freund mich spontan fotografiert hat. Es war schon etwas spät in der Nacht und ich bin auf meinem Lieblingsplatz in der Wohnung gesessen und habe nachgedacht.
Ich war ganz ich selbst, in meinen Gedanken versunken und ich finde mich wirklich schön auf diesem Bild.

In letzter Zeit beschäftigt mich oft die Frage was uns eigentlich schön macht?
Wer hat das zu bestimmen? Und hat das überhaupt mit Äußerlichkeiten zu tun?
Hat Schönheit was mit Gewicht zu tun, mit der Form eines Körpers oder mit bestimmten Merkmalen im Gesicht? Können wir uns nur schön finden, wenn uns das von Außen bestätigt wird?

Früher war ich sehr unsicher mit mir und meinem Aussehen. Ich verglich mich oft mit Anderen, war neidisch auf die Schönheit anderer, auf deren dünnere Beine, kleineren Busen und vollere Haare.
Unzufriedenheit bestimmte eigentlich meistens meine Einstellung zu mir und meinem Körper.
Andererseits hab ich es früher auch schon nicht verstanden, warum schön sein was ist, das bewundert wird.  Es ist angeboren, also einem quasi in die Wiege gelegt und verändert sich auch je nach Schönheitsideal. Man hat sich diese äußere Schönheit nicht erarbeitet, sie ist nicht von innen heraus bestimmt, sondern von außen.

Damit gibt man der äußeren Umwelt ganz schön viel Macht.
Äußere Faktoren sagen einem selbst was schön ist, was möglichst vielen gefällt und diesem Ideal eifern wiederum viele nach und versuchen mit allen möglichen Mitteln dieses Ideal zu erreichen.

Auch ich habe das gemacht und war konstant unzufrieden, habe mich nicht wohl in meiner Haut gefühlt und war irgendwie damit auch nicht ich selbst, nicht authentisch.

Meine Einstellung zu mir und meinem Körper, meiner Schönheit haben sich in letzter Zeit sehr verändert. Ich habe bemerkt, dass ich an mich viel härtere Maßstäbe angelegt habe als an meine lieben Mitmenschen.
Für mich ist ein Mensch meistens schön, wenn ich mich in seiner Nähe wohl fühle, er mir sympathisch ist, der – oder diejenige seine Gefühle zeigt.
In diesen verschiedenen Momente offenbart sich eine wirkliche, nicht oberflächlich sichtbare Schönheit. Wie z.B. ein Mensch sich öffnet wenn er über Persönliches spricht, wie seine Augen leuchten, wenn er/sie mir von Themen, für die er brennt erzählt. Oder einfach Kleinigkeiten, die nur in kurzen Augenblicken und Situationen auftauchen.
Diese Sachen haben sehr wenig mit äußerer Schönheit zu tun. Sondern eher mit Liebe, Respekt und eben Authentisch sein und sich auf den Anderen einlassen können. Charakter, der sich in Gesten, Blicke und Verhaltensweisen zeigt, ist für mich schön.

Wenn ich folgende Kriterien auf mich anwende, die sich nicht aufs Äußere beziehen, könnte man das als einen Blick bezeichnen, der ein Liebender, ein Freund oder Freundin auf einen hat.
Mit diesen Blick auf unsere innere und äußere Schönheit zu schauen, würden wir sehen, wie schön wir eigentlich sind.

Auch das Foto hat jemand aufgenommen, der mit einem liebenden Blick auf mich schaut, nämlich mein Freund. Und ich finde mich schön darauf.

Ich möchte mich in Zukunft auch des Öfteren mit einem solchen Blick ansehen und sagen können: „Ich bin schön. So wie ich bin.“

 

rosyshrimp

 

 

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